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Island- Traum und Wirklichkeit

 

 

 

Stimuliert von der wahnsinnigen Angelwerbung , buchten wir zu dritt eine 14-tägige Angelreise vom 19.5.-2.6. nach Island.

Veranstalter war Andrees Angelreisen. 

Voller Erwartungen gings los: Problemloser Flug nach Keflavik, perfekter Transfer nach Reykjavik (auch Gepäck) wundervoller Flug nach Isafjördur.

Unsere Belegung eines einfach ausgestatteten, aber zweckmäßig eingerichteten Ferienhauses(pikobello sauber!) ging genauso problemlos vonstatten.(Allerdings war das Gepäck rund 350m zu schleppen) 

Am nächsten morgen dann zuerst die lästige Pflicht: Bootsvertrag, Kaution, Bootseinweisung.

Gegen 11.00 Uhr war dann Eis in die Fischkiste geladen  und es konnte endlich losgehen.

 

Leute: Es stimmt tatsächlich alles, was man so hört: Wir standen buchstäblich im Fisch!

Wir waren an Stellen, wo der Pilker beim Ablassen mehrmals Fischkörper berührte, bevor er am Grund war.

Es war fischen vom Feinsten!

Nach der ersten Stunde beschlossen wir, unser persönliches Mindestmaß auf 80cm zu setzen.

Trotzdem war die Ausbeute des ersten Tages enorm: 131 Dorsche, 3 Steinbeißer, 4 Schellfische.Der größte Dorsch war 95cm lang und 7.5 kg schwer. Und das in einer Angelzeit von 11 Uhr bis 18 Uhr. Zieht man dann noch die 2,5 Stunden für An- und Abfahrt ab, ergibt das für eine 4,5-stündige Angelzeit eine Quote für einen Fisch von rd. 2 Minuten.

Das war natürlich nicht jeden Tag so. Konnte man wegen Wind nicht aufs offene Meer, war das Fjordangeln nicht ganz so erfolgreich.

Fazit: Wir 3 fingen in den 2 Wochen 708 Fische! Darunter waren 6 Dorsche über einen Meter, der schwerste hatte 11.6 kg bei 1.13m. Steinbeißer fingen wir über 30, den Größten mit 90 cm. Schöne Schellfische und einige Rotbarsche rundeten die Palette ab.

Übrigens: das mit den Plattfischen im Hafen ist ebenfalls wahr: In 10 Minuten hatte ich 6 wunderschöne Klieschen für die abendliche Pfanne gefangen.(sehr lecker)

Leider konnten wir keinen Heilbutt erwischen. Es wurden aber 2 in unserem Urlaub gefangen, darunter ein Riese von rd.90kg und 2.10m Länge.

 

Von unseren 14 Tagen konnten wir 5 mal aufs offene Meer, 1 mal war Totalausfall wegen Sturm, die restlichen Tage konnten wir –wegen zu hoher Wellen- nur im Fjord verbringen.

 

Die Unterbringung im Hotel, die perfekt verpackten 20kg Filet: alles vom Feinsten!

 

Es ist also tatsächlich wahr: Der Traum (Werbung) und die Wirklichkeit stimmen überein!!

 

Weniger schön:

 

Wieso gibt’s kein Satellitenfernsehen? (Keine letzter Bundesliga-Tag, kein Pokalendspiel) 

Für die Lebensmitteleinkäufe im 1.5km entfernten Laden müsste ein Fahrdienst eingerichtet werden , oder man müsste im Büro Lebensmittellisten auslegen, die man morgens ausfüllt, und die Waren stehen abends am Haus.(lauft mal mit 2 Wasserkisten, 4 Fl Cola und einem Sixcpac Bier die 3 km) 

Das (empfehlenswerte) Guiding mit Matthias zum ersten Tag war fest zugesagt(Frau Bastian, Herr Knosolla) fand aber erst am 3.Tag statt(Henning Stühring und Gernot Higi waren halt wichtiger) 

Das groß angekündigte neue Event: Kutterfahrten fand leider gar nicht statt. 

Gar nicht gut fanden fast alle Teilnehmer, dass am letzten Tag die Boote gereinigt werden mussten! Bei diesem Reisepreis muss man eigentlich erwarten können, dass man am Abreisedienstag morgens noch mal 3 Stunden fischen kann, das Boot dann voll tankt und abgibt. Eine kleine Mannschaft mit einem Hochdruckreiniger sollte die Boote in kürzester Zeit clean haben. Man kann keine Begeisterung von gestandenen Männern erwarten, die mit kleinem Schwamm und Schrubber mühsam über 2 Stunden Blut und Schleim entfernen, deren Putzerfahrung wahrscheinlich nur im häuslichen Staubsaugen liegt. 

Ansonsten sind nur Kleinigkeiten zu bemängeln, die wahrscheinlich jedes Jahr weniger werden.

 

Fazit: werte ich Positives gegen Negatives aus, gibt’s nur einen Schluss: 2011 geht’s wieder los!

 

 

Hans-DieterGrau

www.irishpikehunter.de